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Frisch vom Feld für Euch.

 Unwetter mit Sturm und Hagel

Jetzt hat’s uns auch erwischt.

Am letzten Mittwoch waren wir auch von dem Unwetter betroffen, das dann in Halfing so gewütet hat. Der Hagel hat leider ungelogen unser komplettes Freilandgemüse nebst Kartoffeln und Getreide gemulcht. Bäume und Schuppen (dieser zum Glück nicht bei uns) hat’s auch umgeschmissen.

Wenn es dann mal abgetrocknet ist, heisst es aufräumen, Feld und Beete neu herrichten und aussääen und pflanzen, was jetzt halt noch so geht.

Wir werden Euch aber weiter mit Gemüse versorgen, wir haben ja einiges in den Gewächshäusern, im abgesoffenen Feld stecken noch Gelbe und Rote Rüben, die wir rausfischen können, und ansonsten kompensieren wir mit Gemüse von Höfen aus der Region, bis die Delle wieder einigermassen ausgeglichen ist.

Der Schock war sehr groß, aber wir hatten absolutes Glück im Unglück. Und jetzt krempeln wir die Ärmel hoch und machen weiter. Und lassen uns auch nicht die Freude an der Arbeit verdriessen.

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Endlich:

Die ersten Tomaten sind reif!

Den ganzen Winter wird man allenthalben, wo es Gemüse gibt, gezwungen, an Bergen von glänzenden roten Kugeln, die wie Plastik aussehen und schmecken, ewig halten und sicherlich für ein Bällchenbad im Möbelhaus besser geeignet wären, als für Küch und Tisch, vorbeizueilen. Und man ersehnt sehnlichst den Beginn der Echttomatensaison.

Das da oben ist die erste Tomate, die wir diese Saison gegessen haben. In dünne Scheiben geschnitten und nur mit feinem Olivenöl, Knoblauch und Meersalz angerichtet. Kein Pfeffer, kein Essig, kein Mozarella, kein Basilikum, nix. Wär schad um den Tomat. Dazu ein Stück gutes Weissbrot und das Mahl ist perfekt.

Holt Sie Euch! Noch sind es nicht viele, aber es werden stetig mehr!

 

 

 

Es ist soweit:

Wir haben die ersten neuen Kartoffeln aus der Erde geholt!

Die Frühkartoffel erfreut sich allgemein grosser Beliebtheit. Weil sie so wahnsinnig gut und frisch und jung aussieht. Dabei ist sie eine heidiklumartige Blenderin: nett anzusehen, aber eher substanzlos im Geschmack – zumindest im Vergleich zu ihrer alten Mutter, der Lagerkartoffel, die von starkem Faltenwurf gezeichnet ihren Charakter barbararüttingartig erst vollendet hat. Die wahre Schönheit, in diesem Falle der Geschmack, kommt von Innen. Dennoch hat die Frühkartoffel ihre Berechtigung, denn die Lagerkartoffeln sind aus. Uns sie passt ja auch gut zum wässrigen Spargel, die Wässrige.

Frühkartoffeln bauen wir in überschaubaren Mengen an, da im Herbst ja dann die richtigen Kartoffeln kommen. Daher werden sie auch nicht mit dem komfortablen Vollernter aus dem Boden holt, sondern mit einer Kombination aus Maschinen- und Handarbeit.

Der Schleuderroder ist ein altbewährtes, einfaches, mechanisches Gerät, das anmutet, als hätten wir es im Heimatmuseum ausgeliehen. Man schleppt ihn hinter dem Bulldog her, wobei eine schrägestellte Schar, die im Boden unter den Früchten durchgezogen wird, diesen lockert, durch den anschliessend das von der Welle in Rotation versetzte Gabelrad hindurchsaust und mit seinen Gabeln die Kartoffeln seitlich auswirft.

Im Gegensatz zum Vollernter, wo das Erntegut über ein Sortierband läuft und anschliessend in einem Bunker fällt, schleudert der Schleuderroder – wie sein Name schon verrät – das Schleudergut nur in seinen eigenen Dreck zurück und verschüttet es dabei zum Teil auch wieder. Daher sieht man auf diesem Bild die Kartoffelgläubigen bei der Nacharbeit: nachscharren und einsammeln.

Jede Kartoffel wurde also liebevoll von einer menschlichen Hand in die Kiste getan.

Derart beseelte Kartoffeln erhaltet Ihr bei uns für sage und schreibe nur 3,– Euro das Kilo! Oder noch besser: 2,5 kg abgepackt für 7,- Euro.

Es gibt sie in festkochend und vorwiegend festkochend. Und damit Ihr sie besser auseinanderhalten könnt, haben wir die festkochenden gelb gemacht und die vorwiegend festkochenden rot.

 

 

 

 

 

 


 — ARCHIV —


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Er ist wieder da:

Der erste Rhabarber!

Im Herbst zieht er sich unauffällig in den Boden zurück. Das kräftigt ihn und so überwintert er im Untergrund, um dann im Frühjahr mit geballter Kraft seine dicken Knospen wieder emporzustrecken. Kaum hat er sich in voller Pracht die Höhe gestreckt, kommt der Gärtner und schneid ihn ab, wäscht ihn und stellt ihn für Euch in den Hofladen. Ab sofort gibt’s wieder herrlichen, saftigen, knackigen Rhabarber!

 

Ein Segen:

Körpernahe Dienstleistungen

Wochenlang waren unsere letzten Pastinaken im Lagerkeller downgelockt und mussten dort im Dunkeln ausharren, wobei sie zunehmend verwahrlosten. Endlich durften sie zum Barbier und sind nun wieder glattwangig und marktfähig.

 

 

So ein Mist:

Da ist der Wurm drin!

Heute haben wir einen Teil der Beete schon für das Frühjahr vorbereitet: Unkraut entfernt, den Boden noch einmal mit der Grabgabel gelockert und Mist aufgebracht. Der Mist ist satt und speckig, Schorsch hat ihn mit Steinmehl und Hackschitzeln angereichert und lange reifen lassen. Jetzt ist es die pure Freude, wie lebendig er ist. In nur einer Schaufel voll Mist tummeln sich Heerscharen von Regenwürmern (und vielen anderen Getiers, das wir mit blossem Auge nur nicht sehen können), und das ist genau das richtige für unsere Böden, denn die machen viel von unserer Arbeit.

 

 

 

Ausgepresst:

Unser Apfelsaft ist da!

Den ganzen Herbst über haben wir Äpfel gesammelt. In unserem Obstgarten, an der Apfelbaumallee hinterm Hof, von den Bäumen in unseren Hecken. Alle Äpfel, die nicht schön genug für den Verkauf sind oder Macken, Bohrlöcher, Frasstellen haben oder sogar bewohnt sind, und alles Fallobst wird gewaschen, geputzt, ausgeschnitten und dann in unserer örtlichen Mosterei nochmal gewaschen, gehäckselt, gepresst und sofort bei ca. 80° schonend sterilisiert. Unser Saft enthält ausser Äpfeln gar nichts.

Ihr erhaltet ihn in 5- und 10-Liter-Gebinden (bag in box: Platsikschläuche mit Zapfhahn in Pappkartons). 5 Liter kosten 10,- € und 10 Liter 18,- €.

Der Saft hält sich auch in der geöffneten Packung wochenlang ungekühlt. Nein das stimmt nicht. Er würde sich wochenlang halten, wenn er nicht so gut wäre, dass er gleich ausgetrunken ist.

 

 

Ausgemolken:

Dieses Jahr noch eine Fleischaktion.

Schichtwechsel im Stall: die einen gehen, die anderen kommen. Daher gibt es dieses Jahr nocheine letzte Fleischaktion. Wann es was gibt, erfahrt Ihr unter dem Menüpunkt Fleischaktion…

 

 

Mir san wohl z‘ g’scheid:

Mäßige Kartoffelernte.

Leider haben wir dieses Jahr eine äußerst mäßige Kartoffelernte eingefahren. Sehr kleine Kartoffeln, aber immerhin wenig davon, so dass wir uns nicht über zu viel ärgern müssen. Zunächst standen die Kartoffeln prächtig auf dem Feld, gesundes starkes Kraut in sattem Grün – denn den Kartoffelkäfer haben wir durch fleissige Lese gebändigt bekommen – doch dann kam die Krautfäule. Es war ein paar Tage zu feucht, und dann gings los: innerhalb einer Woche war das Kraut dahin. Und wenn das Kraut weg ist, dann wächst die Knolle nicht mehr.

Daher können wir dieses Jahr leider keine Lagerkartoffeln abgeben (also größere Gebinde), sondern beschränken uns auf den Verkauf unserer 2,5-kg-Tüten, damit die Kartoffeln wenigstens im Hofladen und auf den Märkten etwas länger reichen.

Es sind zum Glück nicht alle sooo klein, wie auf dem Bild (das dient nur der dramatischen Verdeutlichung). Holt Euch die Größeren in Laden und auf dem Markt.

 

 

Oh Schreck, der Schneck:

Saisonbeginn – es gibt wieder Chinakohl.

Der Schneck hat’s als erster bemerkt, jetzt wollen wir es Euch aber auch mitteilen, bevor er noch seine ganze Familie und diese den ganzen Chinakohl geholt hat. Es gibt ihn wieder, den knackigen, vor Saft strotzenden, frischen, erfrischenden Chinakohl mit seinem leicht herben Geschmack – und jetzt am Anfang der Saison noch mit den schönen grünen Aussenblättern.

Holt ihn Euch und lasst’s Euch schmecken wie die Schnecken.

 

 

Gemüse der Woche:

Die Dotschn.

Oder auf Hochdeutsch die Steckrübe. Sie ist lediglich aus der Mode gekommen und damit unserem Bewusstsein, Gaumen und Magen entschwunden. Wer sie kennt, bringt sie eher mit seiner Oma als mit seinem Speiseplan in Verbindung. Zu unrecht, denn die Rübe ist der Knaller, sofern man weiss, wie man sie zubereitet. Damit Ihr das wisst, gibt es bei uns in Hofladen und auf den Märkten Rezeptkarten mit Zubereitungsvarianten, die die Dotschn zur Diva verwandeln. Und Diven, also Dotschn, gibts natürlich auch. Unsere Rezepte findet Ihr auch hier im Rezepte-Archiv.

 

 

Macht Sauerkraut!

Im Angebot:
herrlichstes Filderkraut zum Einhobeln – frisch, knackig, guad.
Für nur 2,50 € das Kilo!

Was ist Filderkraut?

Filderkraut ist eine Variante des Spitzkrautes, die im ursprünglich im Schwäbischen beheimatet ist, und – wie der Schwabe selbst – auch ins Chiemgau vorgedrungen und dort heimisch geworden ist. Es ist  – wie der Schwabe selbst – eine große Bereicherung unserer Kultur.

Vom gewöhnlichen Spitzkraut unterscheidet es (also nicht er) sich durch seinen ausserordentlich großen Wuchs und seine leicht eingefallenen, konkaven Flanken, die ihm eine elegante florale Anmutung verleihen. Geschmacklich ist es eine Granate. Sauerkraut aus Filderkraut ist ein Geheimtipp.
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Wikipedia lehrt uns folgendes:

Spitzkohl oder Spitzkraut ist eine mit dem Weißkohl (Brassica oleracea var. capitata f. alba) verwandte Sorte des Gemüsekohls mit zarten, gelblich- bis bläulichgrünen, großen Blättern und kegeligem Wuchs. Sein Geschmack ist dezenter und feiner als der von Weißkohl.

Filderkraut ist benannt nach den Fildern, einer fruchtbaren Ebene mit Lössböden südlich von Stuttgart. Es handelt sich um eine Variante des Spitzkohls mit fest gewickelten Köpfen aus feinen Blättern, die vor allem zu Sauerkraut verarbeitet wird.

Zur Quelle des Wissens…
Zur Quelle des Krautes…

 

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