Unser Gemüsekuriositätenkabinett

 

Der g’schamige Radi

Unverhofft wurde er aus dem Boden gezogen, noch bevor er sich angezogen. So lag er splitternackt auf unserem Waschtisch und war fürchterlich schenant.

 

Das gerötete Euter

Ein Raner wollte uns foppen und tarnte sich als gerötetes Euter. Das hat ihm nichts genutzt, denn wie einst Oma das Euter haben wir den Raner gekocht, in Scheiben geschnitten, paniert und in reichlich Butterschmalz schwimmend ausgebacken.

 

Ein goldischer Hase

hüpfte die Tage mit einem Glöckchen behangen aus dem Kartoffelkeller, verschwand schnurstracks vom Hof und wunderte sich beim Aldi über all die Nikoläuse.

 

Die Hofstätter Seeanemone

ist eine vom Aussterben bedrohte Spezies, die bei uns im Stall überwintern darf – bis sie wieder im Hofstätter See ausgewildert wird (etwa um die Jahreszeit, wo die Familien dort am Strand ihre Kinder wieder auswildern).

 

Die Krautlaus

Nur unter dem Mikroskop zu erkennen und dortselbst hübsch anzusehen, bedroht das anmutige Wesen doch die Krautbestände Mittel- und – schlimmer noch! – Osteuropas.

 

Der frohgemute Fenchel

erheiterte uns im letzten Frühjahr durch seine einnehmende Frohnatur. Wir haben ihn dann frohgesinnt fein gehobelt, mit Olivenöl beträufelt, gesalzen und damit unseren Gaumen erfreut.